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Metalle
und Astronomie Die Umwandlung von Metallen war ein zentrales Thema in der Alchemie. An oberster Stelle stand dabei, quasi als Königsdisziplin, die Umwandlung in Gold. |
Grundlage für die Theorien zur metallurgischen Transformation war das Himmelsmodell aus der astrologischen Sicht in der Zeit vor etwa 5000 Jahren. |
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Die
Astrologie galt als Wissenschaft und entwickelte sich in weiten Phasen
parallel zu der Kunst der Metallschmelze.
Daher
griff man auf das selbe Weltbild zurück und bediente sich verwandter
Erklärungsmuster. Durch wiederholtes Lösen und Binden von
Stoffen gewann man immer reinere Metalle, gleichzeitig war man bestrebt,
unedle Metalle wie Blei in edlere Metalle zu wandeln. Es sollte also
auch gelingen, Stoffe in Gold zu transformieren. |
Mangels
Chemischer Erkenntnisse spielten sich diese Vorgänge verstärkt im spirituellen Bereich ab. Wir mögen
aus heutiger Sicht darüber milde lächeln, sollten aber dabei
nicht ausser Acht lassen, dass es auch heute noch Bereiche gibt, in
denen weite Kreise der gar so aufgeklärten Bevölkerung sich
immernoch hartnäckig weigern anzuerkennen, dass Menschen nun mal
nicht über Wasser laufen können und dass der biologische
Prozess der menschlichen Fortpflanzung schon immer unabdingbar mit
einer Defloration eng verbunden war. |
Das
wissenschaftliche Verständnis zu dieser
Zeit umfasst eine dahingehende Erkenntnis, dass Metalle durch die Drehung
und Umkreisung von Himmelskörpern "gesponnen" wurden.
Diese Produkte kosmischen Wirkens gelangten dann im Zentrum des ganzen
Geschens zusammen, wurden also auf der Erde verfügbar. Um diesem
göttlichen Treiben etwas nachzuhelfen, experimentierten allerlei
Alchemisten und begaben sich in den spirituellen Bereich der eigenen
Transformation, indem sie für sich selbst die weitest möglich
erscheinende Einheit mit universalen Gegebenheiten anstrebten. |
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So fanden physikalische und chemische Ansätze sowie Astrologische Bilder und religöse Aspekte zueinander. Gold gab's keins, aber für eine sich selbst festigende Weltanschauung reichte es. |
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Als
Beispiel für derlei sagenhafte Genese
von Metallen sei erwähnt, dass aus den Umläufen des Saturns
Blei entstand, der Jupiter schaffte das Zink, der Mars das Eisen, die
Venus sorgte für Kupfer und der Mond generierte Silber. Wie sollte
es da anders sein, als dass ausgerechnet die Sonne reines Gold produzierte. So infantil das klingen mag, es waren die Kinderzeiten der Wissenschaft, also durchaus zeitgemäss und ein nachvollziehbarer Versuch, Dinge auf dem Niveau einer biblischen Genesis zu erklären. |
Ebenso schrieb man diesen Metallen einen natürlich innewohnenden Drang zu eigenständiger Entwicklung zu. Hierbei war es das Bestreben aller Stoffe, sich weiterzuentwickeln, mit dem höchsten Ziel, selbst zu Gold zu werden. Gold war das hochwertigste Metall, also auch die höchste Entwicklungsstufe, die ein Metall in seiner merkwürdigen Mutation erreichen konnte. |
Die
Erscheinung des niederen Sonnenstandes mit nur fahlem Licht wurde
dem grauen
Blei zugeordnet, während der bis zum Sommer gestiegene Sonnenstand das strahlende
Licht des Goldes symbolisierte. Die Arbeit der Alchemisten stand also nicht im Gegensatz zur Natur. So gesehen kann man ihre Tätigkeit auch als einen Vorläufer der Gentechnik ansehen, schliesslich versuchten sie ja nur, gezielt und zeitsparend einen Prozess zu steuern, mit dessen Hilfe lästige Zwischenstadien übersprungen werden konnten. |
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